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Retusche

In der Retusche unterscheiden wir zwei Kategorien: Zum einen die Retusche eines Sprunges oder einer Ausflinsung, zum andern die Retusche zur Vervollständigung der Bildaussagen.

Bei störendem Lichteinfall durch Klebenähte oder Ausflinsungen wird gezielt mit alterungsbeständigen, lichtechten und reversiblen Farben retuschiert.

Sind Teile des Gesamtbildes durch Verlust der Farbschichten nicht mehr gegeben, geht oftmals die Aussage des Fensters verloren oder die verbleibende Darstellung irritiert den Betrachter in der Wahrnehmung des Gesamtwerkes. Um diesen Effekt zu mindern oder die Lesbarkeit der Bildaussage wiederherzustellen bestehen unterschiedliche Möglichkeiten der Retusche. Beispielsweise kann eine Retusche mit reversiblen Farben auf der unbemalten Rückseite des Originals stattfinden, oder aber auch eine Doublierung mit glasmalerischer, eingebrannter Malerei aufgebracht werden.

Wie intensiv man diese Retusche betreibt ist eine Fallentscheidung, die es zu diskutieren gilt. Das Spektrum reicht von leicht schattierter Unterstützung der beschädigten Malerei bis hin zur dem Original technisch angepassten Vollrekonstruktion.

   

Vor, während und nach der Retusche

Wichtig bei jeder Retusche ist, dass sie nicht auf dem Original stattfindet, sondern eine andere Ebene findet. Sie darf nicht störend wirken und muss sich auf den zweiten Blick dennoch vom Original unterscheiden.

Anhand von Mustern wird für jedes Objekt mit Auftraggebern und Denkmalpflege ein objektspezifisch, idealer Weg festgelegt


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