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Sprungklebung

Bei der Verklebung von Sprüngen sind Sauberkeit und Fingerspitzengefühl gefragt. Unterschieden wird zwischen dem Verkleben im Bleinetzverbund und dem Verkleben im ausgebauten Zustand. Der Verbleib im Bleinetz bedeutet für das Glasstück weniger mechanische Belastung. Allerdings erfordern besonders komplizierte Sprungbilder für die versatzfreie Verklebung die Entnahme des Glasstückes aus dem Bleinetz. Bei unebenen Glasstücken wird dieses während der Klebung auf einem angepassten Bett gelagert.

Zunächst werden die Sprungkanten mit einem geeigneten Lösemittel gereinigt. Anschließend werden empfindliche, poröse Oberflächen temporär gesperrt und ein Auslaufschutz für den Klebstoff aufgebracht. Die Scherben werden gefügt und versatzfrei ausgerichtet.

   

Abwiegen und Auftragen des Klebers

Die richtige Wahl des Klebers ist entscheidend. In Deutschland finden fast standardmäßig Epoxide Einsatz wir beherrschen aber auch den Einsatz andere Klebstoffe wie Acrylate, Restaurierungssilikone, UV aushärtende Klebstoffe und moderner Hybridstoffe.

Aspekte zur Auswahl des richtigen Klebstoffes ist der Härtegrad des ausgehärteten Produktes sowie Alterungsbeständigkeit, glasähnlicher Brechungsindex, Vergilbungsarmut und wie bei allen Materialien in der Denkmalpflege die Reversibilität.

Nach der Klebung kann eine Retusche auf der Klebenaht erfolgen.

Wir sind auch in der Entwicklung der Klebstoffe und Techniken engagiert und arbeiten gemeinsam mit der BAM, Berlin bis 2015 an einem gemeinsamen Forschungsprojekt zu diesem Thema.


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