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"Meisterhäuser" Dessau

Das Bauhaus Ensemble "Meisterhäuser" vom Architekten und Bauhausdirektor, Walter Gropius wurde von 1925-26 in Dessau an der Ebertalle errichtet. 1945 wurden das Direktorenhaus und das Haus Nr. 2 durch eine Fliegerbombe zerstört. Zur Rekonstruktion wurde das Architekturbüro Bruno-Fioretti-Maquez aus Berlin hinzu gezogen, die kein mit dem Original konkurrierendes Gebäude erschaffen wollten, sondern ein Gebäude, das die historischen Formen aufnimmt und als neutral graue Form wiedergibt. Das Konzept sollte sich auch auf die Fenster weiter übertragen.

In der Glasmalerei Peters wurden dann Möglichkeiten entwickelt, diesen Effekt durch verschiedene Veredelungstechniken zu erzielen. In mehreren Werkstatterminen wurden eine Vielzahl von Veredlungstechniken getestet, präsentiert und weiterentwickelt. Gemeinsam mit der Thiele Glas Wermsdorf wurde ein Verfahren entwickelt, die gewählte Veredelungskombination auf die großen Formate der Verglasung zu übertragen. Thiele Glas lieferte dann die Gläser und stellte Raum, Maschinen und Know-How zur Verfügung, um das Werk entsprechend umzusetzten. Das Glasbauunternehmen Gipser setzte sich mit den technischen Einbauaspekten auseinander und entwickelte das Rahmenmodul der Architekten weiter, um einen perfekt sitzenden Einbau der Verglasung zu gewährleisten. Sie fertigten die Rahmen und montierten die Gesamtverglasungen.

Die Architekten verwirklichten einen Entwurf, der gekonnt mit Unschärfen spielt und das Original nicht zu imitieren, sondern durch eine bewusst unscharfe Erinnerung an das ursprüngliche Gebäude zu evozieren versucht. Bei den Fenstern handelt es sich um Isolierverglasungen mit allseitigem Überstand zur visuell "rahmenlosen" Montage im Structural Glazing Prinzip.