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Basilika St. Jakob, Straubing

Das mittelalterliche Mosesfenster der Basilika St. Jakob in Straubing

im Schnittpunkt von Wissenschaft, Restaurierung und topografischer Dokumentation

Nach dem Ausbau der Felder im Jahr 2005, ihrer optischen Untersuchung und bildlichen Dokumentation wurde ein Katalog der Schäden und Oberflächenbeläge erstellt. Die Schadensphänomene sind typisch für Kirchenverglasungen, die man ca. 30 Jahre nicht behandelte. Erwähnenswert sind zahlreiche Sprünge und Schmutzbeläge. Die dem Kirchenraum zugewandten Oberflächen waren von einer Ruß- und Staubschicht bedeckt, die Außenseiten durch Taubenkot verunreinigt. Der mikrobielle Befall der Oberflächen war beunruhigend und äußerte sich in einem bräunlichen Belag. Das Bleinetz aus der Zeit um 1900 war in einem zufriedenstellenden Zustand. Zwar waren zahlreiche Bleiruten gebrochen und deformiert, das Schadensausmaß aber nicht so gravierend, dass man das Bleinetz insgesamt austauschen musste. Schwerwiegende Schäden betrafen die Malschichten. Das in mehreren Arbeitsschritten aufgebrachte Schwarzlot löste sich stellenweise ab. Als Hauptursache der Schadensprogression wurden vor allem Kondenswasser, das sich auf den Innenseiten bilden konnte, und zunehmende Feuchte- wie Temperaturwechsel vermutet. Weitere Gründe könnten ungeeignete Restaurierungsmaterialien und sonstige, nachträglich aufgebrachte Überzüge sein. Zur Verifizierung der Schadensursachen und zur Erstellung eines dem Objekt angemessenen Konservierungskonzepts wurden Proben entnommen und zur Analyse gegeben.