Startseite | Kontakt | Impressum

St. Peter, Köln - Restaurierung und Lichtführung

Die Pfarrkirche St. Peter in Köln wurde von 1513-1525 erbaut und enthält einen, in Resten erhaltenen, bemerkenswerten Renaissancezyklus an Glasmalereien. Die Renaissancefenster stammen aus den Jahren 1528-1630. Eine gut erhaltene Inschrift weist auf Jahr und Stifterin hin: 1528, gestiftet von Elisabeth, Gräfin von Manderscheidt. Teile des Bestandes sind noch im Original erhalten. Die rahmende Butzenverglasung, die im 19. Jahrhundert noch erhalten war, wurde im Krieg nicht gesichert und zerstört.
Die Glasmalereien wurden im Laufe der Zeit, vor allem aber im 19. Jahrhundert unterschiedlichen restauratorischen Maßnahmen unterzogen. Im 20. Jahrhundert wurde das gesamte Bleinetz erneuert. In den 1970er Jahren ergänzte man fehlende Bereiche durch Entwürfe verschiedener zeitgenössischer Künstler. Durch die intensive und dominante Gestaltung der Künstler wurden die originalen Renaissancescheiben optisch überlagert.


Die maltechnischen Besonderheiten
An den Renaissancescheiben lassen sich die meisterlichen ausgeführten technischen Leistungen aus der Entstehungszeit ablesen. Es finden sich feinste Schleif- und Gravurarbeiten, die mit ihren geschliffenen Oberflächen brillante Lichtreflexe entstehen lassen.

Von großem Können zeugen auch die filigran ziselierte Engel- und Drachenköpfe im Architekturrahmen. In der vielschichtig aufgebrachten Malerei finden sich feine Konturen, hauchdünne Überzüge und zahlreiche unterschiedliche Schattierungen an Vorder- und Rückseite. Verwendet wurden die auch heute noch gebräuchlichen klassischen Glasmalfarben wie Schwarzlot, Silbergelb und Jean-Cousin (Hautfarbe). Auch in der Verbleiung findet sich die meisterliche Bearbeitung wieder.